Die Sache mit der Klausel….

Heute mal ein Gastbeitrag vom lieben Jörg:

Nach den Abgängen von Sebastian Rode, Pirmin Schwegler und Sebastian Jung flammt erneut die Kritik an den ungeliebten Ausstiegsklauseln massiv auf.
Online Blogs wie zum Beispiel http://neunundfuenfzig.com/ schreibt unter dem Titel “Schmeißt die Fuffies in die Liga” wie folgt: “Wie kann es sein, dass ein professioneller Club Geld zum Fenster herausschmeißt?” Doch wirft ein Club durch die In­kauf­nah­me einer Ausstiegsklausel wirklich Geld aus dem Fenster? Ich sage eindeutig nein! Ein Verein, der finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet ist, kommt heute nicht mehr um diese Klauseln in dieser Höhe herum, wenn er überdurchschnittliche Spieler holen oder seine Leistungsträger halten will. Denn machen wir uns doch nichts vor, im Profisport geht es um Geld und danach kommt erst mal lange nichts. Hat man dieses nicht in ausreichender Menge, so muss man Kompromisse eingehen. In der Regel heißt dieser dann Ausstiegsklausel unter Marktwert.

Das Beispiel Schwegler:

Pirmin Schwegler wechselte zum 01.07.2009 bei einem Marktwert von ca. 1,5 Mio Euro für 500.000 Euro Ablöse von Bayer Leverkusen zur SGE und wechselt nun für ca. 1,9 1,0 Mio Euro zu Hoffenheim. Das mag bei einem Marktwert von 6 Mio Euro (Quelle: Transfermarkt.de) wie “Peanuts für Spieler dieser Qualität.” aussehen, doch man darf nicht nur auf die nackten Zahlen schauen.
Pirmin machte in der Zeit von 2009 bis heute 141 Spiele, war Kapitän, trug zu Ab- und Aufstieg, sowie dem Erreichen der Euroleague bei. Die Frage, die man sich stellen muss ist, wie viele Spiele hätte er gemacht, wenn die Eintracht sich nicht auf eine Ausstiegsklausel eingelassen hätte?
Dazu werfen wir am besten einen Blick auf den 05.04.2012. An diesem Tag schreibt die Frankfurter Rundschau in ihrem Artikel “Dass er seinen Vertrag jetzt und nicht schon vor 15 Monaten verlängerte, ist umso bemerkenswerter, da er am Saisonende ablösefrei die Eintracht hätte verlassen und bei einem neuen Arbeitgeber ein sattes Handgeld hätte einstreichen können.”.
Schwegler hatte um 3 Jahre verlängert, doch wie genau ist dieser Vertrag zu werten? Die Eintracht hatte schlicht die Wahl zwischen Verlängerung mit Inkaufnahme der Ausstiegsklausel oder einem ablösefreien Wechsel des Spielers im Sommer 2012. 0 Euro und der Verlust eines zu dieser Zeit mehr als unverzichtbaren Leistungsträgers oder 1,91,0 Mio Euro sicher und die Gewissheit zu haben, dass der Spieler mindestens noch ein Jahr das Trikot der Mannschaft trägt. Aus einem Jahr wurden sogar zwei, in denen Pirmin (zumindest über weite Strecken) seinen Wert für die Mannschaft unter Beweis stellte und man trotz alledem am Ende, von einem beiderseitigem gewinnbringenden Engagement bei der Eintracht sprechen kann.

Was bleibt?

Primin Schwegler ist nur ein Beispiel, zeigt aber deutlich, dass das Heft des Handelns bei Transfers schon lange nicht mehr in den Händen der Vereine liegt, deren Sponsoren nicht SAP, VW, Bayer oder Scheich xyz heißen und das sollte auch langsam dem letzten Fußball Romantiker bewusst werden. Klauseln sind schon lange nicht mehr die Ausnahme sondern die Regel. Man findet sie von Marco Reus bis Sebastian Jung. Alle Vereine haben sie und ein Ende ist nicht in Sicht….

Vier Jahre Eintracht Podcast + eine kleine App

Heute vor 4! Jahren ist die erste Eintracht Podcast Folge in dieses Internet gelangt. Seit dem sind ihr noch viele weitere gefolgt und es haben sich eine Menge Menschen dem Podcast angeschlossen. Als ich damals die Idee hatte, wusste ich nicht wo die Reise hin geht. Aber ich wusste, dass ich es versuchen wollte. Heute bin ich jeden Dienstag aufs neue froh, es ausprobiert zu haben.

Danke an das Team, für die tollen 4 Jahre!
Danke an die Hörer, für die Zahlreichen Downloads jede Woche und die vielen Kommentare!

EP Sounds - Ohne Meier keinen dreierUnd weil ich ungern einen Geburtstag feiere ohne einen drauf zu legen und es ja immer mal wieder Forderungen nach Outtakes oder der gleichen gibt, ist ab heute die EP Sounds App kostenfrei für euer iPhone im App Store.
Dort enthalten sind etwas mehr als 20 Random Sounds aus verschiedenen Podcast Folgen, welche ihr mit per Touch oder Shake in einer beliebigen Reihenfolge abspielen könnt. Und es sind ein paar sehr lustige dabei ;-)
Mit den kommenden Updates werden noch weitere Schnipsel dazu kommen. Es dauert einfach etwas, alle 138+x Folgen noch einmal durch zu hören.

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Über Feedback zu App und zu unserem Podcast freuen wir uns riesig. Und wenn wir die 1.000 Fans bei Facebook knacken werden wir uns auch noch mal was überlegen :-)

Die Alternative zur Porto-Auswärtsfahrt

 

Gestern konnten ab morgens 10:00 Uhr Tickets für das Euro League Spiel der Eintracht beim FC Porto bestellt werden. Keine 8 Stunden später wurde das Formular bereits wieder von der Webseite genommen und damit war’s auch schon vorbei mit der möglichen Bestellung. Die Preise für Flüge wurden von den Fluggesellschaften nach der Auslosung selbstverständlich gleich mal in Höhen geändert die nicht mehr für jeden aus der Portokasse finanzierbar sind.

Wer also keine Tickets bekommen hat oder nicht über das nötige Kleingeld verfügt, aber trotzdem ein tolles Fussballerlebniss im Kreise Gleichgesinnter verbringen möchte hat jetzt Dank Marcel Hotze eine wunderbare Alternative.
In der Welcomezone des Waldstadions wird am 20.02 ein Public Viewing stattfinden um im Wohnzimmer der SGE ein hoffentlich erfolgreiches Spiel unserer Jungs sehen zu können.20121020-180804.jpg

Die Fakten:

  • 450 Tickets sind zu einem Preis von 20 Euro pro Person erhältlich
  • Getränke können vor Ort gekauft werden und sind nicht im Preis enthalten
  • Geschaut wird auf einer Grossleinwand
  • Von DJ-Max Marc Nachtrab gibt’s was die Ohren

Wenn Ihr Interesse habt könnt Ihr Marcel direkt über Facebook kontaktieren oder aber auch der Gruppe oder Veranstalltung beitreten:

Europa wird Schwarz, Weiss, Rot!!

FC Porto – SGE zusammen mit Freunden

Eine super Aktion die hier ins Leben gerufen wird und mal wieder ein Zeichen für das grosse Engagement und den Einfallsreichtum den Eintracht Fans an den Tag legen wenn’s um den geliebten Verein geht.

Rückblick 2013

Das Jahr ist in ein paar Stunden rum und ich habe versucht das Jahr mal in Zahlen Revue passieren zu lassen. Leider gibt es keine wirklich guten Statistik Möglichkeiten für Podcasts, weswegen die Zahlen eher so als fast Richtig zu sehen sind.

In 2013:

Das alles wäre ohne Alex, Marvin, Jesus und Sebastian nicht möglich gewesen. Deswegen sagen ich an dieser Stelle noch einmal DANKE!

Aber auch DANKE an die Gäste im Podcast und vor allem an die Höherer, die diese Riesen Zahl an Downloads geschaffen haben.

Allen einen Guten Rutsch und auf Wiederhören in 2014.

Krisengerede

Schon die letzten Wochen wurden hier und bei www.diefalscheneun.com äußerst kritisch beäugt, aber was sich gestern in der ersten Halbzeit in Tel Aviv abspielte, stellte alle vergangenen Ereignisse in den Schatten. Zwar trat die Mannschaft, wie gefordert, mit stark veränderter Aufstellung an, allerdings ließ jeder, ausnahmslos jeder, jeglichen Willen vermissen, sich in diesem Spiel positiv zu präsentieren. Anscheinend war niemand gewillt, sich für die erste Elf anzubieten, sondern schien viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt zu sein. Das sich die Truppe von Paulo Sousa dann in einen Rausch spielte, hing weniger mit deren Stärke, als viel mehr mit unserer eklatant grausamen Abwehrleistung zusammen. Warum Zambrano überhaupt spielte, verstehe ich auch am Morgen danach nicht. Dies macht noch immer gar keinen, aber wirklich überhaupt keinen, Sinn, da wir so am Sonntag eine Innenverteidigung aufbieten werden, die so noch nicht zusammengespielt hat. Danke dafür, Herr Veh. Für Sonntag frage ich mich auch ernsthaft, ob es Sinn macht, an Flum und Russ festzuhalten. Beide haben gestern einen – erneut – fürchterlich schlechten Tag erwischt und standen komplett neben sich. Generell fand im Mittelfeld keinerlei Aufbau statt, sodass die Abwehr gar versuchte, dieses durch lange Bälle nach vorne zu überbrücken. Bezeichnend, wenn man überlegt, dass das Mittelfeld in der vergangenen Saison noch unser Herzstück war. Mit Inui hatte einer dieser Mittelfeld”motoren” die Möglichkeit, sich wieder an die erste Elf heranzutasten. Aber was er bot, war nicht mehr als amateurhaft. Viel zu flapsige Ballverluste, eine Fehlpassquote von gefühlten 90% und dazu noch wenig ideenreich. So hilft er keiner Mannschaft der Welt weiter. Und was gegenwärtig mit Anderson los ist, versteht man auch nur schwer. Der einstige Fels in der Innenverteidigung der Eintracht steht seit Wochen neben sich und leistet sich ein ums andere Mal fatale Fehler, die direkt zu Gegentoren führen. Und auch ein Zambrano ist gegenwärtig ein Schatten seiner selbst, einzig sein ständiges Lamentieren gibt es noch in regelmäßigen Abständen zu sehen. Sowieso…andauernd wird in der Innenverteidigung gemeckert. “Foul gegen den Zambrano” hier, “Anderson wird umgestoßen” da, “das Tor darf nicht zählen wegen Abseits” dort. Ständiges “mimimi” anstatt einfach mal seinen verdammten Arsch hochzubekommen und zu kämpfen. Um jeden Zentimeter, um jeden Ballgewinn. Gibt es irgendwo die Möglichkeit, sich für den Rest der Hinrunde zwei neue Innenverteidiger zu leihen? (jk)

Was mir zudem missfällt ist die Tatsache, dass die schlechte Leistung zwar bei Trainer und Führung angekommen ist, jedoch offensichtlich nicht bei der Mannschaft. Da posten die Spieler lieber fröhlich ihre Fotos auf Instagram, Twitter, etc. und gratulieren anderen Spielern zu deren Leistung, anstatt die eigene zu reflektieren. Wir mögen in einem Zeitalter leben, in dem selbiges alltäglich erscheint, aber mir kommt es so vor, als würde dies die nötige Konzentration auf die wesentlichen Dinge – ihre Arbeit auf Trainingsplatz und Spielfeld – verschleiern.

Die gestrige Leistung war peinlich und ein Schlag ins Gesicht für alle mitgereisten Fans, die massig Kohle in einen solchen Trip stecken und dann mit einer solchen Leistungsverweigerung “belohnt” werden. Ja, mit Beginn der zweiten Hälfte lief es etwas besser, die Spieler schienen wenigstens zeitweise bemüht zu sein, ohne jedoch wirklich einen Schlüssel für das Spiel zu finden. Bezeichnend und erschreckend zugleich, ging es hier doch um einen vergleichsweise mäßigen Gegner. Wenn man wirklich jemanden hervorheben will, so könnte man den Namen Schröck fallen lassen, der zwar in Halbzeit 1 auch zum desaströsen Abwehrkollektiv gehörte, sich jedoch in der zweiten Hälfte immens steigerte und viele gute Chancen einleitete. Ansonsten war dies schlichtweg peinlich und auch der vielgelobte Kevin Trapp muss sich die Kritik gefallen lassen, dass er mittlerweile meilenweit von seiner Form der Vorsaison entfernt ist.

Was bleibt? Bis auf leere Portemonnaies der Fans? Bis auf den Schmerz, den ein Fan auch am Tag danach noch verspürt, insbesondere, wenn er von Kollegen darauf angesprochen und vielleicht gar belächelt wird? – Letzter Stopp: Mainz. Sicherlich mit erneut veränderter Elf, leider nicht in allen Mannschaftsteilen. Wer in der Innenverteidigung spielen soll, dies weiß wohl niemand so genau. Vielleicht wird’s Kempf, der in Sachen Mainz jedoch keine guten Erinnerungen haben dürfte. Vielleicht auch Flum, der diese Position ja eigentlich nicht noch schlechter spielen kann, als seine bisherigen Positionen bei der Eintracht. Oder vielleicht auch Russ, der seine Unfähigkeit auf dieser Position ja ebenfalls schon unter Beweis gestellt hat.
Ganz gleich: Wenn die Leistung am Sonntag ähnlich erschreckend wird, wie es in Tel Aviv der Fall war, kann man davon ausgehen, dass die Stimmung auch in Frankfurt langsam kippt. Man sollte aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben und nicht erneut offenen Auges in den Abstieg rennen. Vielleicht muss man dann schon im Winter den Schnitt machen und einige der erfolglosesten Kicker zu anderen Vereinen transferieren. Vielleicht. Vielleicht.

Maccabi Tel Aviv im Kurzcheck

Mit dem kommenden Gegner erwartet die Frankfurter Eintracht die vermeintlich härteste Nuss in der bisherigen Gruppenphase der Europa League. Deutlich machte dies nicht zuletzt der 2:1 Sieg des ehemaligen Vereins von Avram Grant gegen Bordeaux, sondern auch die Tatsache, dass Maccabi Tel Aviv momentan auf dem ersten Tabellenplatz der israelischen Liga rangiert. Topscorer dort ist der noch aus Rostock bekannte Rade Prica, welcher zwar seine beste Zeit als Nationalstürmer Schwedens schon gehabt hat, aber noch immer ein torgefährlicher Angreifer ist. Gecoacht wird das Team vom ehemaligen Dortmunder Spieler Paulo Sousa. Der Mann mit dem wallenden Haar beschreibt Maccabi als seine bislang größte Station, wenngleich er zuvor auch bereits Trainer in England war. Die Voraussetzungen, erfolgreich arbeiten zu können, scheinen allerdings bei Maccabi – einem von drei Erstligaclubs aus Tel Aviv – recht groß zu sein. Interessanterweise arbeitet im Management des Clubs ein ganz bekannter Name. Cruyff. Zwar handelt es sich hier nicht um Johann, sondern um seinen etwas erfolgloseren Sohn Jordi, der zwar als Spieler kaum für Schlagzeilen sorgte, jedoch in seiner Tätigkeit als Manager maßgeblich für den Erfolg bei Maccabi Tel Aviv verantwortlich ist. Nicht zuletzt wegen ihm konnte der Club in der vergangenen Saison zum ersten Mal seit 10 Jahren die israelische Meisterschaft feiern.
Aufpassen muss die Eintracht insbesondere auf Eran Zahavi, den vielleicht feinsten Fußballer in Reihen von Maccabi, welcher sich in der vergangenen Saison nach einer Verletzung nicht mehr bei Palermo durchsetzen konnte und deshalb zurück nach Israel wechselte. Trotzdem ist der Nationalspieler ein Fixpunkt im System von Sousa, der meist ein 4-3-3 spielen lässt.
Zudem sollte man auch Tal Ben Haim nicht außer Acht lassen. Der 24 Jährige galt einst als riesiges Talent – damals noch im Trikot von Hapoel -,  schaffte zwar nicht den internationalen Durchbruch, ist jedoch trotzdem ein schneller Außenstürmer mit sehr ordentlicher Torquote(6 Tore/21 Spiele), der auch maßgeblichen Anteil am letztjährigen Erfolg seines Clubs hatte. Gut möglich allerdings, dass für ihn der ebenfalls gut in die Saison gestartete Barak Itzhaki spielt, der auch den Treffer zum 1:1 gegen Bordeaux markierte.
Zu guter Letzt bin ich gespannt auf Gal Alberman, der sich vor einigen Jahren zwar nicht in Mönchengladbach durchsetzten konnte, nun jedoch zu alter Stärke zurückgefunden hat.

Am Donnerstag wartet auf die Eintracht also ein spannender Fight gegen den Verein aus der Partnerstadt Frankfurts, an dessen Ende bereits (oder zumindest fast) die Qualifikation für die nächste Euroleague-Runde stehen könnte.

Meinung zum nächsten Gegner

Interview mit dem Eintracht PodcastPünktlich zu unserem dies wöchigen Podcast meldeten sich die Kollegen von Clubfans United, was denn so unsere Meinung zum kommende Spiel, der Trainer Diskussion bei Nürnberg und anderen Themen ist. Da wir mit Antworten bekanntlich nicht geizen, habe ich mal kräftig in die Tasten gehauen und die Fragen ordentlich beantwortet.

Hier geht’s lang zum lesen.

Fast vergessen.

Klar. Jeder bekommt mit, was erfolgreiche ehemalige Eintrachtler wie Jermaine Jones oder Oka Nikolov heute machen. Aber wo spielen momentan diejenigen, von denen man sich bei der SGE einiges erhofft und im Endeffekt vieles nicht ganz so geklappt hat? Hier ein kleiner Überblick.

-       Juvhel Tsoumou:

Einst als riesiges Sturmtalent gehandelt, startete er mit seinem Siegtreffer für die SGE gegen die übermächtigen Bayern verheißungsvoll in seine Bundesligakarriere. Doch leider sollte diese in Frankfurt nicht von dauerhaftem Erfolg gekrönt sein. Während er in den Jugendmannschaften sowie der U23 der Frankfurter regelmäßig traf, blieb das Tor zum 2:1 der Eintracht über den FCB sein einziger Bundesligatreffer. In der Folgezeit kam Juvhel, Verwandter des ehemaligen Bundesligaspielers Tsoumou-Madza, viel rum. Erst landete er bei Alemannia Aachen, dann ging es zurück nach England, wo er schon in der Jugend für die Blackburn Rovers spielte. Aber auch in Plymouth und später bei Preston North End wollte sich kein nachhaltiger Erfolg einstellen. Erst im Jahr 2012 lief es für den Deutsch-Kongolesen wieder besser. In der zweiten österreichischen Liga spielte er im Trikot des TSV Hartberg und kam auf immerhin 5 Saisontore. Doch dem Verein aus der Steiermark war dies anscheinend nicht genug, sodass man Tsoumou aus seinem Vertrag entließ und er sich nun seit einigen Wochen in der Slowakei befindet. Dort spielt er immerhin in der ersten Liga für den FK Senica, einen Club aus dem Westen der Slowakei, welcher in der vergangenen Saison immerhin Zweiter werden konnte. Bleibt zu hoffen, dass Juvhel hier Erfolge landen kann und sich die Anzahl seiner Tore derart erhöht, dass er vielleicht wieder für den ein oder anderen deutschen Profiverein interessant werden könnte. Mit seinen gerade mal 22 Jahren ist er auf jeden Fall noch jung genug, um seine Ziele zu erreichen, sofern er weiterhin hart arbeitet.

-       Faton Toski:

Nicht mehr ganz so jung ist Faton Toski. Faton sorgte früh für so manche Begeisterungsstürme bei der Eintracht, insbesondere in der Saison 2008/2009, als ihm gegen den VfL Wolfsburg ein herausragendes Tor gelang. Konstanz war jedoch sein größtes Problem und so schaffte er es unter Funkel nicht, sich dauerhaft in den Kader zu spielen. Nachlässigkeiten im Training waren hier wohl das größte Problem, denn Talent hatte er nach Meinung vieler Experten genug. So ging es für ihn in der Spielzeit 2010/2011 nach Bochum, wo er zumindest in den ersten zwei Spielzeiten auf durchschnittlich 15 Spiele pro Saison kam. Erst in der vergangenen Saison zeigte der Trend abwärts und so kam der Deutsch-Kosovare lediglich noch auf 9 Saisonspiele. Dies führte schlussendlich dazu, dass sein Vertrag nicht verlängert wurde. Toski, der in seiner Karriere schon mit so mancher Verletzung zu kämpfen hatte, steht nun also gänzlich ohne Verein da und so hofft der Mittelfeldspieler, mit seinen 26 Jahren möglichst bald einen neuen Club zu finden. Optionen, zumindest in Liga 3, sollte es für den begabten Freistoßspezialisten doch eigentlich genug geben…

-       Alexander Krük:

Krük?! Wer soll das denn sein? Tja, dieser Spieler wurde in der Saison 2008/09 als Ersatz für die Position den Linksverteidigers geholt. Er kam damals aus Emden und galt als Hoffnung auf dieser doch chronisch dünnbesetzten linken Seite, doch konnte er sich bei der Eintracht nicht gegen Spycher durchsetzen. So kam er unter Trainer Funkel auf lediglich einen Bundesligaeinsatz. Krük wurde in der Folgezeit von der Eintracht nach Osnabrück in die dritte Liga ausgeliehen, wo er sich zu einem zuverlässigen Mittelklassespieler entwickelte, der ab und an sogar für Tore sorgte. Nach einem kurzen Abstecher nach Bielefeld spielt Krük seit 2012 auch wieder fest für den VfL aus Osnabrück und ist dort Stammspieler auf der linken Seite. Mit bislang 2 Toren in 7 Spielen kann sich selbst seine Torausbeute für einen Verteidiger sehen lassen und so gilt Krük mittlerweile als Leistungsträger und einer der besten Außenverteidiger der dritten Liga, sodass man durchaus sagen kann, dass seine Karriere eine gute Entwicklung genommen hat. Vielleicht sehen wir ihn ja sogar noch mal in höheren Ligen. Die Chancen dafür stehen gar nicht schlecht, herrscht in Deutschland doch immer noch ein Mangel an guten Linksverteidigern.

Aber Achtung: Krük heißt gar nicht mehr Krük. Denn der liebe Alexander hat im vergangenen Jahr den Namen seiner Frau angenommen und heißt seitdem Alexander Dercho. Wohl auch eher eine Seltenheit im Bereich des professionellen Fußballs.

-       Kreso Ljubicic:

Ähnlich wie Toski galt auch Ljubicic aufgrund seiner feinen Technik als großes Talent und so kam er im zarten Alter von 18 Jahren zu seinem ersten Bundesligaeinsatz (Saison 2007/08). Eine Saison später spielte er immerhin fünf Mal für die Frankfurter Eintracht in der Bundesliga, ohne jedoch große Akzente setzen zu können. Immerhin wurde er jedoch für Kroatiens U21 berufen und so geriet sein Name auch international etwas mehr in den Fokus. Es gab einige lose Anfragen und da er lediglich ein Spiel in der Bundesliga über 90 Minuten durchspielte, wechselte er schließlich in der darauffolgenden Saison zum kroatischen Traditionsclub Hajduk Split. Trotz vieler Vorschusslorbeeren sollte er sich jedoch auch dort nicht durchsetzen können. Grund dafür waren auch mehrere Verletzungen. Insbesondere ein Kreuzbandriss im vergangenen Jahr setzte ihn lange außer Gefecht. So hieß es zu dieser Saison Abschied nehmen von Split und auf nach Zagreb, wo er nun von NK Hrvatski Dragovoljac ausgeliehen wurde. Es bleibt abzuwarten, ob sich der gebürtige Hanauer beim Aufsteiger durchsetzen und für Ausrufezeichen sorgen kann. Mittlerweile als Linksaußen aktiv, wären dazu allerdings Tore notwendig, für die Ljubicic auch früher schon nicht bekannt war.

-       Evangelos Mantzios:

Unter Funkel hatte die Frankfurter Eintracht immer wieder gute Griechen, die maßgeblich an den Erfolgen der Eintracht beteiligt waren. Kyrgiakos, Amanatidis und Liberopoulos waren allesamt ein Gewinn für die Mannschaft. Es gab jedoch auch den ein oder anderen Griechen, der den Mannen vom Main nicht keine so große Hilfe war. Einer davon war Mantzios. Der Stürmer, ausgeliehen von Panathinaikos Athen, kam zur Rückrunde 07/08 an den Main, konnte jedoch mit lediglich einem Tor in 10 Spielen nicht überzeugen. Für die Eintracht trotzdem kein Problem, war er doch nur ausgeliehen. Für ihn ging es danach zurück nach Athen, wo er seine vielleicht besten Spiele haben sollte. Dem ein oder anderen Fußballfan dürfte da noch das Champions League Spiel gegen Bremen in Erinnerung sein, wo er gegen Werder alleine zwei Tore erzielte. Diese Leistung brachte ihn gar zur Nationalmannschaft und so war mancher Fan der SGE verwundert, warum er diese Leistung nicht bei uns abrufen konnte. Doch so schnell es bergauf ging, so ging es auch wieder bergab. In der Saison 09/10 folgte eine Leihe nach Zypern zu Famagusta und eine Saison später nach Portugal, alles ohne nennenswerten Erfolg. Nachdem sein Vertrag dann in Athen auslief, wechselte er innerhalb Griechenlands zu OFI Kreta, wo er immerhin auf 7 Tore in 22 Spielen kam. Zur neuen Saison ging es für ihn dann, erneut per Leihe, nach Baku zum FK, wo er lediglich auf 2 Tore kam und in der Rückrunde zurück in Griechenland kaum noch Fuß fassen konnte. Und heute? Mantzios hat bzw. musste erneut den Verein wechseln und träg nun das Trikot des APO Levadiakos. Er spielt dort immerhin noch in der ersten Liga. Bislang jedoch, ohne frühere Höhen erreichen zu können.

Nun. Eigentlich wollte ich den Artikel an dieser Stelle beenden, doch ein Name ließ mich nicht los:

-       Habib Bellaid:

In einer Zeit, in der die Eintracht so manches mal versuchte, durch etwas größere Investitionen auch größere Erfolge in Liga und Pokal zu erzielen, kam ein junges Talent aus Straßburg. Bellaid, seinerzeit französischer U21 Nationalspieler, hatte in der Saison zuvor als Jungspund 32 Spiele für die Elsässer gemacht und galt insgeheim gar als Hoffnung für die Innenverteidigung der französischen Nationalmannschaft. Verständlich also, dass die Eintracht nach Racings Abstieg zuschlug und den jungen Habib in der Transferphase der Saison 2008/09 verpflichtete. Was folgte, war zunächst auch gar nicht so schlecht. Immerhin 22 Spiele machte der zu dieser Zeit 22-jährige, wenngleich oft auch etwas unsicher, aber Funkel gab ihm das Vertrauen und so spielte er oft an der Seite von Russ für die Langzeitverletzten Vasoski und Chris. Doch es zeigte sich, dass in der darauffolgenden Saison die Konkurrenz größer werden sollte und so wurde ihm unter Neu-Trainer Michael Skibbe mitgeteilt, dass er den Verein verlassen solle. Was folgten waren Leihen in die Ligue 2 zu Racing Straßburg, wo er sich gut präsentierte und daraufhin im Winter in die Ligue 1 nach Boulogne weiterverliehen wurde. Danach folgte eine  weitere Ausleihe, diesmal zum CS Sedan-Ardennes. In der Saison 2011/2012 gehörte er wieder dem Kader der Eintracht an, doch irgendwie sollte es auch in Liga 2 nicht für Bellaid, mittlerweile algerischer Nationalspieler, reichen. Unter Veh machte er lediglich ein Spiel und wechselte nach der Saison erneut zum CS Sedan-Ardennes, wo er auf 27 Spiele kam. Doch der Club stieg ab und so stand Bellaid zu neuen Spielzeit erneut ohne Verein da. Mitte August fand er jedoch einen neuen Club. Diesmal in dem Land seiner Nationalmannschaft – Algerien. Seit dieser Saison ist er nun also beim MC Algier unter Vertrag. Der Tabellendritte der vergangenen Saison bietet ihm immerhin einen Stammplatz und Spielpraxis, aber ob er jemals auf die europäische Bühne zurückkehren wird, erscheint trotz seiner 27 Jahre mehr als fraglich. Irgendwie traurig, erinnere ich mich doch noch gut daran, wie ich ihn mal mit seiner gesamten Familie in der Frankfurter MyZeil sah. Er schob den Kinderwagen und schien, trotz weniger Einsatzzeiten bei der Eintracht, glücklich.

Man kann nur hoffen, dass er – wie die anderen Spieler auch – sein Glück noch finden (bzw. dann auch behalten) wird. Aber man sieht, dass das Fußballgeschäft alleine aufgrund dieser vielen Vereinswechsel ein recht heftiges ist und man entweder ein gefestigter Charakter sein oder ein stabiles Umfeld haben muss, um dabei nicht auf der Strecke zu bleiben.

Bahn 6 – Alfa 1

Das einzig positive an dem Tag ist, dass die Eintracht App zuverlässig alle Tore meldet und das ich das neue Trikot gerne hätte, weil ich es seit langem mal wieder schön finde. Das war es aber auch.

Nach 17 Minuten war die Euphorie dann auch schon weg. Eigentlich ja schon nach ca. 10 Minuten. Da war schon abzusehen, dass wir bald ein Tor bekommen. Das es am Ende so katastrophal kommen wird, hatte man sich vor dem Spiel wohl nicht gedacht.
Im Grunde lief alles nach dem Motto: “Vorne Lau und Hinten ganz Mau”.
Nicht zwingend genug, keine Motivation, das falsche Spielsystem am Anfang und eine Hertha die richtig Lust hatte auf Fussball. Wir können noch froh sein, dass nicht alle Chancen des Gastgebers genutzt wurden.
Die wohl ärmste Person auf dem Platz dürfte Kevin Trapp gewesen sein, der so sehr wie noch nie von den Kollegen vor Ihm im stich gelassen wurde. Im letzten Podcast hatten wir ja darauf gehofft, dass es kein ähnlich langweiliges Spiel wie gegen Illertissen wird. Zur Halbzeit hätte ich mir aber genau das gewünscht. Aber es kann ja alles nur noch besser werden. Und muss auch. Nächste Woche dann, zu Hause.

tltr: Vergesst einen neuen Stürmer. Eine stabiele Defensive muss her.

Trainingsimpressionen

Gestern waren wir mal wieder alles zusammen in Frankfurt Unterwegs um einen Live Podcast aufzunehmen, der hoffentlich dann morgen kommt.
Da ich vorher noch etwas Zeit Übrig hatte, war ich mal wieder beim Training der Eintracht. Und was ist da offensichtlicher, als die Kamera mal wieder zu verwenden.