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Der neue Sportmanager…

Hübner also. Der ehemalige Manager des Pokalfinalisten MSV Duisburg hat sich nun also unserer Eintracht angeschlossen. Erwartet hätten es nicht viele. Auch ich habe zuletzt an einen Doppelwechsel von Foda/Kreuzer geglaubt und insgeheim sogar auf Beiersdorfer gehofft. Einige Spatzen haben es jedoch schon am Samstag Abend von den Dächern gepfiffen, dass er für die Eintracht in Frage käme….und nun ist er da, der Bruno.

Noch ist mir unklar, ob sein Geburtsort (Mainz-Kastel) bei einigen für Unmut sorgen wird aber unbestritten ist, dass er sich mittlerweile in der 2. Liga einen Namen gemacht hat. Zum ersten Mal in der Funktion des Managers war er in Wehen Wiesbaden tätig, wo er einen Kader zusammenstellte, der zwischenzeitlich auch mal in der 2. Bundesliga gespielt hat, was für einen Verein wie den SV Wehen (Wiesbaden) damals eine beträchtliche Sache war. Danach zog es ihn zum MSV und auch hier konnte er nach deren Abstieg trotz finanzieller Engpässe einen Kader zusammenstellen, der ständig im ersten Tabellendrittel zu finden war und schließlich sogar in’s diesjährige Pokalfinale kam. Mit einem Spieleretat von geschätzten 7 Mio. eine durchaus respektable Angelegenheit.

Im Gegensatz zu unserer bisherigen „Transferphilosophie“ zeichnen sich die Spielertransfers von Hübner (jedoch in Zusammenarbeit mit Sasic) dadurch aus, dass er oftmals junge und talentierte Spieler von vermeintlich größeren Clubs ausleiht und ihnen dadurch Spielpraxis ermöglicht. Dies hat zur Folge, dass sich aus der Mehrzahl dieser Transfers richtig gute Spieler entwickeln, die nicht nur Talent besitzen, sondern dieses auch auf den Platz bringen. Gut zu sehen war dies in der vergangenen Saison an dem vom BVB ausgeliehenen Julian Koch, der beim MSV zu einer tragenden Säule wurde. Gleichzeitig hat man es unter seiner Regie auch nicht verpasst, eine gesunde Mischung zwischen Jung und Alt zu finden, weswegen man günstig vergleichsweise hochwertige Spieler aus Liga 1 verpflichtete (Banovic), die dem Team gut taten.

Inwieweit Hübner diese Transferpolitik auch bei uns umsetzen wird bleibt abzuwarten, er dürfte jedoch aufgrund des höheren Budgets über mehr Möglichkeiten verfügen und vielleicht gelingt ihm ja auch bei uns wieder ein ähnlicher Glücksfall wie mit Julian Koch. Dringlichste Aufgabe wird nun jedoch sein, einen passenden Trainer zu finden, wobei ich doch eindringlichst davon abrate auf die Idee zu kommen, Neururer könnte eine passende Verpflichtung sein. 😉

Auf eins muss ich jedoch noch kurz eingehen: Einige haben nun nach seiner Verpflichtung gemeint, wir wären jetzt in der zweiten Liga angekommen. Dem muss ich zustimmen, denn es fühlt sich auch so an. Ob dies allerdings eine schlechte Sache ist wird sich zeigen. Euphorisch bin ich aufgrund seiner Verpflichtung nicht. Dies war ich bei Funkel auch nicht, bei Daum hingegen schon. Und man hat gesehen, wie lange es Daum bei der Eintracht ausgehalten hat. /MM

P.S.: Als erste Amtshandlung empfehle ich übrigens die Verpflichtung eines vernünftigen Friseurs, sofern er sich nicht als ein weiteres Mitglied der Backstreet Boys bewerben und mit seiner Frisur Nick Carter Konkurrenz machen will. 😉

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