Derbe Pleite gegen Düsseldorf

Die Eintracht erlebt in Düsseldorf die derbste Pleite der Saison. Allenthalben reden die Leute nun über den bevorstehenden Absturz. Das Resultat war zu hoch, das eigene Spiel aber unterm Strich zu schlecht.

Es begannen Kempf und Demidov in der Innenverteidigung, für Occean rückte wieder Matmour in die Startelf und gab den (falschen) Stürmer. Der Spielansatz sollte nach meiner Interpretation anscheinend “sicher stehen und wenig zulassen” lauten.

F95 hatte zunächst die besseren Aktionen in den ersten 20min. Ab der 25. zieht die Eintracht die Geschwindigkeit an und kann das Spiel ein wenig besser bestimmen. Es gewinnt an Geschwindigkeit und Zielstrebigkeit. Es fällt dennoch auf, dass die Innenverteidigung (gerade bei Ecken) nicht wirklich im Bilde ist. Es fehlt desöfteren die Zuordnung.

Gelaufen war das Spiel jedoch in der 33. Matmour sieht die gelb-rote Karte. Sicherlich waren beide Fouls bedingt gelb-würdig (wenn dann eher die zweite), es ist aber schon ziemlich blöd, wie sich der Spieler hier angestellt hat.

Keine Chance mehr zu zehnt

In der 38. Minute fällt nach einem kollektiven Fehler der Hintermannschaft das erste Tor, kurz darauf trifft ein Fortuna Spieler den Ball in einmaliger Form und schon steht es 0-2.

In der zweiten Hälfte war bis zur 55 Minuten eigentlich nichts los. Dann, mal wieder aus dem Nichts, fällt nach einem beherzten Angriff und einer guten Flanke das 0-3 für Düsseldorf. In der Frankfurter Hintermannschaft passt es vorne und hinten nicht. Keiner war bei seinem Gegenspieler und der entscheidende Zugriff hat auch nicht funktioniert.

Nach dem dritten Treffer war das Spiel endgültig gelaufen. Die Eintracht wollte und konnte nicht mehr und Düsseldorf machte nicht mehr. Naja, das 0-4 war einfach nur peinlich wie Ocipka den letzten Ball auflegt. Aber es passte zum Abend.

Vor dem Spieltag war die Eintracht nach Bayern und dem BVB die torgefährlichste Mannschaft. Das hat mich erstaunt, spielt die Mannschaft doch zuletzt ohne echten Stürmer oder Torgefahr.Und sie hat in den letzten beiden Spielen kein eigenes Tor mehr selbst erzielt.

Es hakt leider vielfältig. Die Hinrunde ist punktemäßig dennoch mehr als in Ordnung. Die Mannschaft muss sich nun (trotz der Ausfälle) aber fangen, damit kein zu schlechtes Bild am Ende der Hinrunde kleben bleibt. Ruckzuck denken sonst automatisch wieder alle an die Abstiegssaison und es gibt auch noch ein Kopfproblem.

Heimpleite gegen Mainz im sogenannten “Derby”

Eine schwache und keine starke Hälfte reichen und Frankfurt kassiert die erste Heimpleite gegen Mainz.

Wie fast erwartet findet sich der 17 jährige Kempf in der Startelf wieder. Ebenso rückt Occean (wieder) für den gesperrten Matmour ins Team. Nach einer indiskutablen Leistung macht er das nur eine Halbzeit lang und wahrscheinlich nicht mehr so oft wieder.

Zu Beginn des Spiels ist seitens der Westkurve stiller Protest bis zur 12:12 Minute angesagt. Zumindest Applaus und Raunen ist dennoch zu hören.

Die Eintracht beginnt flott und intensiv, geht früh auf die Mainzer Abwehrspieler und möchte zeigen wer Herr im Hause ist.

Dennoch erspielt sich Mainz die besseren Chancen. Der Mainzer Torwart wurde anscheinend in der Vorbereitung als Schwachpunkt ausgemacht, denn Meier greift ebendiesen immer wieder ganz früh an. Im Ergebnis bringt die gesamte Laufarbeit leider nichts ein, da die Präzision im Offensivspiel fehlt.

Schwegler fehlt in Düsseldorf

Aufgrund der 5. gelben Karte werden der Captain und leider auch Zambrano gegen Düsseldorf fehlen.

In eine Phase der Belanglosigkeit kommt es mal wieder zu einem dummen Gegentreffer, weil Jung im entscheidenden Moment im Zentrum gegen Ivanschitz pennt.

Während spielerisch nicht viel los ist, bleibt festzuhalten, dass Mainz in den ersten 30 min viel mehr Zweikämpfe gewinnt. Die Eintracht hingegen zeigt mir zu wenig Durchsetzungsvermögen und spielt zu viele Fehlpässe.

Der völlig indisponierte Occean taugt allerhöchstens (mal wieder) als Stehlampe, siehe Konter-”Versuch” in der 34.

Positiv sei vermerkt, dass Aigner gelernt hat! In der 36. verliert er wie in Schalke den Ball, erkämpft ihn umgehend mit einer beherzten Grätsche wieder zurück, bevor es wirklich gefährlich wird. Im letzten sinnvollen Angriff spielt Inui schlussendlich aber einen astreinen Rode Pass lächerlich auf Wetklo zurück (40.).

Im Gegenzug patzt Schwegler in der Mitte und drei Frankfurter können den jungen Mainzer nicht aufhalten: 0-2 zur Pause.

Occean bleibt draußen

Cellozzi kommt für Occean und Meier rückt fortan in die Mitte – leider ohne Fortune.

In der 46. trifft Mainz die Latte, nach einem einfachen Heber in die Nahtstelle der Abwehr, wo man einfach merkt, wir haben (weder heute noch generell) einen richtigen Abwehrchef. Dennoch fällt kurz darauf das 0-3 nach einer Ecke: Noveski ist vor dem Fünfer komplett blank. Total falsche Zuordnung und der ehemals beste Stürmer der Eintracht (in den sogenannten ‘Derbys’) wuchtet einen Kopfball rein.

Mainz macht sogar noch ein viertes, diesmal ins eigene Tor. Danach kommt endlich mal wieder Bewegung im Spiel, aber ohne wirklich zwingend zu werden. Hier zeigt sich, dass die Eintracht aufgrund der aktuellen Personaldecke nicht nachlegen kann.

Es bleibt bei einer schönen Chance in der 62. Minute durch Aigner nach einer Ecke. Danach gibt es leider wenig positives zu vermelden.

Fazit

Zunächst, ich weiss nicht, ob solche Protestaktionen für das Team hilfreich sind. Irgendwie finde ich, dass so eine Stille “abschlaffend” wirkt.

Wenn nicht alle an die persönlichen 100% der Leistung herankommen, dann hat die Mannschaft gegen einige Mannschaften keine Chance (Phrasenschwein, i know).

Aber, wahrscheinlich ist es eine Niederlage die man einer jungen Mannschaft zugestehen muss. Es war bemerkenswert, dass die Mannschaft stetig weitergelaufen ist, auch wenn kein Erfolg zu Tage kam.

Den Schiedsrichter Stark fand ich (leider auch mal wieder) schwach. Er hatte keine einheitliche Linie gezeigt, sehr unterschiedlich gepfiffen und oftmals auch einfach nicht nachvollziehbar Vorteil abgepfiffen, wo es besser gewesen wäre laufen zu lassen.

Zum nächsten Spiel wird es sicher nicht einfacher für Veh. Der Übungsleiter darf sich insbesondere in der Innenverteidigung ein kleines Wunder ausdenken. Zudem muss er das Hirn Schwegler ersetzen und irgendwie schauen, dass er irgendeine Torgefahr in die Offensive bekommt.

Einfach ist sicher anders.

Pleite in München, aber ordentliche Leistung

Unglückliche Pleite in München, die Arroganz Arena bleibt uneinnehmbares Terrain.

Die Eintracht beginnt in der fast erwarteten (überraschenden) Aufstellung mit Matmour als falschem Neuner, spanischer Ansatz sozusagen. Dazu bietet der Übungsleiter wieder Demidov als Innenverteidiger auf. Der “blaue” Münchner Aigner steht alsbald nach Anpfiff im Mittelpunkt, da er mit einem beherztem Einsteigen gegen Lahm diesem zeigt, wo der Frosch die Locken hat.

In den ersten Minuten spielen jedoch nur die Bayern, wobei die Eintracht aber versucht die berühmten “Nadelspitzen” zu setzen, was zuweilen auch ganz gut funktioniert:

  • In der 17 min. nach einem schönen Spielzug über Rode, Ozcipka und einem Kopfball von Aigner.
  • In der 24 min. durch eine gute Chance von Rode.
  • Die Riesen Chance in der 34 min. durch Meier, nach perfekter Flanke von Oczipka.

Ab der 20 min. hat die Eintracht sogar Oberwasser, was auch für den Torhüter gilt. Trapp hält mit einer genialen Aktion (Fussabwehr) gegen Ribery in der 25. die Null. Die Eintracht zeigt eine gute Spielanlage, leider fehlt augenfällig aber der Stürmer in der Mitte, oder der Mittelfeldspieler, der diesen ersetzt und nachdrängt. Überraschend gut gefällt mir übrigens die Vierer-Kette, die immer wieder sehr gut die Abseitsfalle bei den diagonalen Pässen der Bayern auf deren Außen einsetzt – bis auf einmal:
Nach einer eigenen Ecke kommt die Mannschaft nicht schnell genug zurück und die Abseitsfalle klappt halt einmal nicht, zack trifft Ribery…leider direkt vor der Pause.

Riesenpech hat die Mannschaft nach Wiederanpfiff mit dem Lattentreffer durch Anderson. Diese zeigt zudem, dass alle großen Chancen nach Kopfballsituationen entstanden sind. Hierzu passte grundsätzlich der Wechsel in der 57: Occean für Aigner, dadurch Matmour auf Rechts und im Idealfall mehr Präsenz in der Mitte. Ich persönlich hätte lieber Inui draußen gesehen, er gefiel mir wieder nicht so gut, besonders schlimm war seine dumme Schwalbe, die in einer gelben Karte mündete.

Ansonsten geht in der zweiten Hälfte nicht viel zusammen: Spiel auf ein Tor, Powerplay der Bayern und nur eine Frage der Zeit, wann das nächste Tor fällt. Bayern bringen durch Müller eindeutig Belebung ins Spiel, die Eintracht kann kaum noch dagegenhalten und hat mit Occean (leider) einen Bremsklotz im Team, bezeichnend, die erste Ballberührung war ein unabsichtliches Handspiel.

Der Mannschaft an sich fehlte es an Kaltschnäuzigkeit, wie Inui in der 69. da wird dann die letzte Aktion zu fahrig abgeschlossen (kein Pass in die Mitte)

Ein unverschämter Elfmeter beendet dann de-faco das Spiel. So einen Elfmeter darf es niemals geben. Schweinsteiger kniet nieder und bekommt einen Pfiff…

Die Woche über ärgerten sich die Eintracht Fans, dass Rode nicht durch den Bundestrainer berufen wurde. Wenn schon nicht Rode berufen wird, dann könnte auch Trapp mal in Richtung Nationalelf rücken. Nach Neuer, Adler ist er im Moment der beste Keeper Deutschlands und liefert mal wieder eine überragenden Leistung ab.

Die erwartete Pleite fiel besser aus als erwartet

Die Eintracht liefert ein gutes Spiel, verliert jedoch unglücklich. Sie läßt sich aber nicht abschießen und ärgert die Bayern, die sicherlich im Schongang spielen wollten.

Entscheidend wird wieder nächste Woche gehen Augsburg werden.

Pleite in Stuttgart

Zweite Niederlage, da ist sie. Im Vorfeld hatte ich mir ja eine ruhigere Spielanlage gewünscht. Doch statt dessen bekamen wir alle eine Leistung wie gegen Gladbach.

Das Spiel begann gleich mit einer Hiobsbotschaft: Schwegler hat sich beim Warmmachen offenbar verletzt und fällt aus. Für ihn springt Lang ein. Im nahezu ausverkauften Cannstädter Stadion (anscheinend zieht der Tabellenzweite nun auch im Ländle) hatte Stuttgart bis zum Spiel noch keinen Heimsieg geholt. Und kaum ist das Spiel im Gange, liegt die Eintracht (natürlich) zurück, weil

  • mal wieder trotz Überzahl das Gegentor nicht verhindert wurde
  • mehrere Möglichkeiten den Ball entscheidend zu klären ungenutzt blieben und
  • die Innenverteidigung unsortiert ist

In der Folge geht leider wenig zusammen und auch eine schnelle Antwort kann diese Eintracht heute nicht geben. Die ersten 15 min gehen komplett an Stuttgart. Wie gegen Gladbach wirkt die Mannschaft auf mich nicht wach, nicht präsent. Exemplarisch sei die 28 min erwähnt, als Lanig mal eben den Ball vor der Abwehr abgenommen bekommt und weder er noch einer seiner Kollegen zeitnah reagiert.
Zudem hatte Inui zu viele einfache Ballverlusten und verteidigte danach einfach nur schlecht, weil er zu langsam zurück kommt und oftmals zu hektisch agiert.

Eben jener Inui darf in der Halbzeit unter die Dusche und für ihn steigt ein agilerer Matmour in den Ring. Ungeachtet der Halbzeitansprache geht es direkt nach Wiederanpfiff weiter wie gehabt, die Eintracht wird überrannt und um ein Haar steht es 0-2. Stuttgart schiesst zum Glück aber nur an den Pfosten.

Je länger sich das Spiel zieht, fällt auf, dass von Occean zu wenig kommt. Er spielt zu wenig mit und bewegt sich oftmals falsch. Auch wirkt er auf mich wie die Marco-Russ-Gedächtnis-Figur, also nicht 100% austrainiert. Auch bei Standards setzt er sich zu wenig durch und bindet kaum Gegenspieler.
Man merkt (leider), dass wenn bestimmte Spieler ausfallen (Schwegler), wir diese nicht ersetzen können. Denn Lanig ist einfach kein Stratege. Dadurch fällt auch Rode ab und wirkt wie ein reiner Arbeiter.

Alex Meier Fussballgott
Das Spiel wäre kompletter Käse, wenn da nicht der Fussballgott wäre. Aus dem Nichts schießt der “der Lange” den Ausgleich. Spielerisch ging fast nichts, aber eine Genialität des 14ers gleicht halt aus. Trotz des Treffers bleibt das Spiel aber leider pomadig. Ich vermisste die “Jetzt-erst-Recht-Haltung”.

Leider genauso aus dem Nichts fällt das 1-2. In der Mitte stört keiner Ibisevic und der nickt ein.

Zum Ende hin gab es dann leider noch Pech beim eigentlichen 2-2, Occean steht bei einer Großchance eben nicht im Abseits (Danke Herr Gagelmann!) und der letzte Kopfball von Matmour wird gerade so von der Linie gekratzt. Ende Gelände.

Das ist natürlich alles jammern auf hohem Niveau, klar. Dennoch sollte man die Mannschaft an den Leistungen messen, die sie bereits in der Saison erbracht hat. Und verglichen mit den sehr guten Spielen war dieses für mich sehr mau. Nicht schlecht, aber einfach mau. Zu viele Spieler blieben unter ihren Möglichkeiten. Zu sehr hat ein limitierter und nicht zwingend sattelfester VfB uns den Schneid abgekauft. Das ärgert mich, ungeachtet der dennoch weiterhin tollen Platzierung.

Pleite in Mönchengladbach – da ist sie!

Da ist sie, die erste Saisonniederlage. Später als erwartet, aber leider verdient. Gegen eine effektive “Borussia aus Gladbach” hatte die Eintracht eigentlich keine Chance. Es war ein graues, langweiliges Spiel, welches eigentlich auch 0-0 ausgehen kann. Wenn da nicht ein Sonntagsschuss und ein defensiver Aussetzer der Eintracht gewesen wären.

Gladbach startet ultra kompakt und will anscheinend nicht mehr die Schießbude der Liga sein. Merklich defensiv orientiert war ihre Spielweise und auch das heutzutage so wichtige “verschieben gegen den Ball”. Teilweise spielten sie mit zwei defensiven Vierer-Reihen.
Die Eintracht startet mit Demidov zum ersten Mal von Beginn an und Kempf auf der Bank. Demidov spielt nicht schlechter als die anderen Innenverteidiger, aber auch nicht herausragend.

Ach ja, heute spielten sie übrigens in den schwarzen Auswärtstrikots (so häßlich die Heim Trikots sind, so cool finde ich die beiden Auswärtsshirts) – Randnotiz.

Kaum war das Spiel im Gange, lag mal wieder steht ein Rückstand an: Fehler von Occean (unnötiger Ballverlust), kein Zugriff auf Arango und dann halt ein Sonntags-Schuss, wie es wohl nur Caio könnte. Der zweite Treffer ist auch so ein Klassiker der aktuellen Saison: der Spieler im Mittelfeld wird nicht angegangen und dann pennt Zambrano bzw. ist zu langsam, als der Gegenspieler ansetzt.
Danach kommt die Eintracht nicht mehr wirklich vor das gegnerische Tor. Keine Geschwindigkeit, zu enges Spiel (Gladbach verteidigt extrem intensiv), beim ausweichen auf die Flügel kommen nur schwache Flanken zustande.

Man kann fast sagen, dass es in Ordnung geht, dass die Niederlage jetzt gegen Gladbach kam. Vor der Länderspielpause, bevor der Hype zu groß wird. Obgleich ich finde, eine Niederlage kommt nie richtig. Enttäuscht vom Spiel bin ich dahingehend, dass ich mir mehr “Gegenwehr” gewünscht hätte. Da fehlte ein wenig der Pepp, das an die Grenzen gehen. Vielleicht ist der Schuss vor den Bug aber auch richtig angekommen.