Heimpleite gegen Mainz im sogenannten “Derby”

Eine schwache und keine starke Hälfte reichen und Frankfurt kassiert die erste Heimpleite gegen Mainz.

Wie fast erwartet findet sich der 17 jährige Kempf in der Startelf wieder. Ebenso rückt Occean (wieder) für den gesperrten Matmour ins Team. Nach einer indiskutablen Leistung macht er das nur eine Halbzeit lang und wahrscheinlich nicht mehr so oft wieder.

Zu Beginn des Spiels ist seitens der Westkurve stiller Protest bis zur 12:12 Minute angesagt. Zumindest Applaus und Raunen ist dennoch zu hören.

Die Eintracht beginnt flott und intensiv, geht früh auf die Mainzer Abwehrspieler und möchte zeigen wer Herr im Hause ist.

Dennoch erspielt sich Mainz die besseren Chancen. Der Mainzer Torwart wurde anscheinend in der Vorbereitung als Schwachpunkt ausgemacht, denn Meier greift ebendiesen immer wieder ganz früh an. Im Ergebnis bringt die gesamte Laufarbeit leider nichts ein, da die Präzision im Offensivspiel fehlt.

Schwegler fehlt in Düsseldorf

Aufgrund der 5. gelben Karte werden der Captain und leider auch Zambrano gegen Düsseldorf fehlen.

In eine Phase der Belanglosigkeit kommt es mal wieder zu einem dummen Gegentreffer, weil Jung im entscheidenden Moment im Zentrum gegen Ivanschitz pennt.

Während spielerisch nicht viel los ist, bleibt festzuhalten, dass Mainz in den ersten 30 min viel mehr Zweikämpfe gewinnt. Die Eintracht hingegen zeigt mir zu wenig Durchsetzungsvermögen und spielt zu viele Fehlpässe.

Der völlig indisponierte Occean taugt allerhöchstens (mal wieder) als Stehlampe, siehe Konter-”Versuch” in der 34.

Positiv sei vermerkt, dass Aigner gelernt hat! In der 36. verliert er wie in Schalke den Ball, erkämpft ihn umgehend mit einer beherzten Grätsche wieder zurück, bevor es wirklich gefährlich wird. Im letzten sinnvollen Angriff spielt Inui schlussendlich aber einen astreinen Rode Pass lächerlich auf Wetklo zurück (40.).

Im Gegenzug patzt Schwegler in der Mitte und drei Frankfurter können den jungen Mainzer nicht aufhalten: 0-2 zur Pause.

Occean bleibt draußen

Cellozzi kommt für Occean und Meier rückt fortan in die Mitte – leider ohne Fortune.

In der 46. trifft Mainz die Latte, nach einem einfachen Heber in die Nahtstelle der Abwehr, wo man einfach merkt, wir haben (weder heute noch generell) einen richtigen Abwehrchef. Dennoch fällt kurz darauf das 0-3 nach einer Ecke: Noveski ist vor dem Fünfer komplett blank. Total falsche Zuordnung und der ehemals beste Stürmer der Eintracht (in den sogenannten ‘Derbys’) wuchtet einen Kopfball rein.

Mainz macht sogar noch ein viertes, diesmal ins eigene Tor. Danach kommt endlich mal wieder Bewegung im Spiel, aber ohne wirklich zwingend zu werden. Hier zeigt sich, dass die Eintracht aufgrund der aktuellen Personaldecke nicht nachlegen kann.

Es bleibt bei einer schönen Chance in der 62. Minute durch Aigner nach einer Ecke. Danach gibt es leider wenig positives zu vermelden.

Fazit

Zunächst, ich weiss nicht, ob solche Protestaktionen für das Team hilfreich sind. Irgendwie finde ich, dass so eine Stille “abschlaffend” wirkt.

Wenn nicht alle an die persönlichen 100% der Leistung herankommen, dann hat die Mannschaft gegen einige Mannschaften keine Chance (Phrasenschwein, i know).

Aber, wahrscheinlich ist es eine Niederlage die man einer jungen Mannschaft zugestehen muss. Es war bemerkenswert, dass die Mannschaft stetig weitergelaufen ist, auch wenn kein Erfolg zu Tage kam.

Den Schiedsrichter Stark fand ich (leider auch mal wieder) schwach. Er hatte keine einheitliche Linie gezeigt, sehr unterschiedlich gepfiffen und oftmals auch einfach nicht nachvollziehbar Vorteil abgepfiffen, wo es besser gewesen wäre laufen zu lassen.

Zum nächsten Spiel wird es sicher nicht einfacher für Veh. Der Übungsleiter darf sich insbesondere in der Innenverteidigung ein kleines Wunder ausdenken. Zudem muss er das Hirn Schwegler ersetzen und irgendwie schauen, dass er irgendeine Torgefahr in die Offensive bekommt.

Einfach ist sicher anders.