Derbe Pleite gegen Düsseldorf

Die Eintracht erlebt in Düsseldorf die derbste Pleite der Saison. Allenthalben reden die Leute nun über den bevorstehenden Absturz. Das Resultat war zu hoch, das eigene Spiel aber unterm Strich zu schlecht.

Es begannen Kempf und Demidov in der Innenverteidigung, für Occean rückte wieder Matmour in die Startelf und gab den (falschen) Stürmer. Der Spielansatz sollte nach meiner Interpretation anscheinend “sicher stehen und wenig zulassen” lauten.

F95 hatte zunächst die besseren Aktionen in den ersten 20min. Ab der 25. zieht die Eintracht die Geschwindigkeit an und kann das Spiel ein wenig besser bestimmen. Es gewinnt an Geschwindigkeit und Zielstrebigkeit. Es fällt dennoch auf, dass die Innenverteidigung (gerade bei Ecken) nicht wirklich im Bilde ist. Es fehlt desöfteren die Zuordnung.

Gelaufen war das Spiel jedoch in der 33. Matmour sieht die gelb-rote Karte. Sicherlich waren beide Fouls bedingt gelb-würdig (wenn dann eher die zweite), es ist aber schon ziemlich blöd, wie sich der Spieler hier angestellt hat.

Keine Chance mehr zu zehnt

In der 38. Minute fällt nach einem kollektiven Fehler der Hintermannschaft das erste Tor, kurz darauf trifft ein Fortuna Spieler den Ball in einmaliger Form und schon steht es 0-2.

In der zweiten Hälfte war bis zur 55 Minuten eigentlich nichts los. Dann, mal wieder aus dem Nichts, fällt nach einem beherzten Angriff und einer guten Flanke das 0-3 für Düsseldorf. In der Frankfurter Hintermannschaft passt es vorne und hinten nicht. Keiner war bei seinem Gegenspieler und der entscheidende Zugriff hat auch nicht funktioniert.

Nach dem dritten Treffer war das Spiel endgültig gelaufen. Die Eintracht wollte und konnte nicht mehr und Düsseldorf machte nicht mehr. Naja, das 0-4 war einfach nur peinlich wie Ocipka den letzten Ball auflegt. Aber es passte zum Abend.

Vor dem Spieltag war die Eintracht nach Bayern und dem BVB die torgefährlichste Mannschaft. Das hat mich erstaunt, spielt die Mannschaft doch zuletzt ohne echten Stürmer oder Torgefahr.Und sie hat in den letzten beiden Spielen kein eigenes Tor mehr selbst erzielt.

Es hakt leider vielfältig. Die Hinrunde ist punktemäßig dennoch mehr als in Ordnung. Die Mannschaft muss sich nun (trotz der Ausfälle) aber fangen, damit kein zu schlechtes Bild am Ende der Hinrunde kleben bleibt. Ruckzuck denken sonst automatisch wieder alle an die Abstiegssaison und es gibt auch noch ein Kopfproblem.

Heimpleite gegen Mainz im sogenannten “Derby”

Eine schwache und keine starke Hälfte reichen und Frankfurt kassiert die erste Heimpleite gegen Mainz.

Wie fast erwartet findet sich der 17 jährige Kempf in der Startelf wieder. Ebenso rückt Occean (wieder) für den gesperrten Matmour ins Team. Nach einer indiskutablen Leistung macht er das nur eine Halbzeit lang und wahrscheinlich nicht mehr so oft wieder.

Zu Beginn des Spiels ist seitens der Westkurve stiller Protest bis zur 12:12 Minute angesagt. Zumindest Applaus und Raunen ist dennoch zu hören.

Die Eintracht beginnt flott und intensiv, geht früh auf die Mainzer Abwehrspieler und möchte zeigen wer Herr im Hause ist.

Dennoch erspielt sich Mainz die besseren Chancen. Der Mainzer Torwart wurde anscheinend in der Vorbereitung als Schwachpunkt ausgemacht, denn Meier greift ebendiesen immer wieder ganz früh an. Im Ergebnis bringt die gesamte Laufarbeit leider nichts ein, da die Präzision im Offensivspiel fehlt.

Schwegler fehlt in Düsseldorf

Aufgrund der 5. gelben Karte werden der Captain und leider auch Zambrano gegen Düsseldorf fehlen.

In eine Phase der Belanglosigkeit kommt es mal wieder zu einem dummen Gegentreffer, weil Jung im entscheidenden Moment im Zentrum gegen Ivanschitz pennt.

Während spielerisch nicht viel los ist, bleibt festzuhalten, dass Mainz in den ersten 30 min viel mehr Zweikämpfe gewinnt. Die Eintracht hingegen zeigt mir zu wenig Durchsetzungsvermögen und spielt zu viele Fehlpässe.

Der völlig indisponierte Occean taugt allerhöchstens (mal wieder) als Stehlampe, siehe Konter-”Versuch” in der 34.

Positiv sei vermerkt, dass Aigner gelernt hat! In der 36. verliert er wie in Schalke den Ball, erkämpft ihn umgehend mit einer beherzten Grätsche wieder zurück, bevor es wirklich gefährlich wird. Im letzten sinnvollen Angriff spielt Inui schlussendlich aber einen astreinen Rode Pass lächerlich auf Wetklo zurück (40.).

Im Gegenzug patzt Schwegler in der Mitte und drei Frankfurter können den jungen Mainzer nicht aufhalten: 0-2 zur Pause.

Occean bleibt draußen

Cellozzi kommt für Occean und Meier rückt fortan in die Mitte – leider ohne Fortune.

In der 46. trifft Mainz die Latte, nach einem einfachen Heber in die Nahtstelle der Abwehr, wo man einfach merkt, wir haben (weder heute noch generell) einen richtigen Abwehrchef. Dennoch fällt kurz darauf das 0-3 nach einer Ecke: Noveski ist vor dem Fünfer komplett blank. Total falsche Zuordnung und der ehemals beste Stürmer der Eintracht (in den sogenannten ‘Derbys’) wuchtet einen Kopfball rein.

Mainz macht sogar noch ein viertes, diesmal ins eigene Tor. Danach kommt endlich mal wieder Bewegung im Spiel, aber ohne wirklich zwingend zu werden. Hier zeigt sich, dass die Eintracht aufgrund der aktuellen Personaldecke nicht nachlegen kann.

Es bleibt bei einer schönen Chance in der 62. Minute durch Aigner nach einer Ecke. Danach gibt es leider wenig positives zu vermelden.

Fazit

Zunächst, ich weiss nicht, ob solche Protestaktionen für das Team hilfreich sind. Irgendwie finde ich, dass so eine Stille “abschlaffend” wirkt.

Wenn nicht alle an die persönlichen 100% der Leistung herankommen, dann hat die Mannschaft gegen einige Mannschaften keine Chance (Phrasenschwein, i know).

Aber, wahrscheinlich ist es eine Niederlage die man einer jungen Mannschaft zugestehen muss. Es war bemerkenswert, dass die Mannschaft stetig weitergelaufen ist, auch wenn kein Erfolg zu Tage kam.

Den Schiedsrichter Stark fand ich (leider auch mal wieder) schwach. Er hatte keine einheitliche Linie gezeigt, sehr unterschiedlich gepfiffen und oftmals auch einfach nicht nachvollziehbar Vorteil abgepfiffen, wo es besser gewesen wäre laufen zu lassen.

Zum nächsten Spiel wird es sicher nicht einfacher für Veh. Der Übungsleiter darf sich insbesondere in der Innenverteidigung ein kleines Wunder ausdenken. Zudem muss er das Hirn Schwegler ersetzen und irgendwie schauen, dass er irgendeine Torgefahr in die Offensive bekommt.

Einfach ist sicher anders.

Flotter Heimsieg gegen Augsburg

Das Spiel Eintracht gegen Augsburg gab es noch nie in der Bundesliga, Premiere. Augsburg ist Tabellenletzter, immer ein schlechter Gegner für die Eintracht. Speziell, wenn die Frage lautet, wohin zeigt die Trendlinie?

Zambrano findet sich zurück in der Startelf und Matmour wieder als (falsche) 9. Zunächst dachte ich erst, dass Friend auf der Bank sitzt, es war aber der Physio.

Mit Glück steht es gleich nach Beginn 1-0 durch ein Eigentor von Augsburg.

Danach folgt ein ordentliches Spiel ohne zuviele Highlights. Viel Ballbesitz, aber wenig Zug nach vorne. Ein paar vereinzelte Aktionen wahren dennoch nett anzusehen:

  • In der 20. wo leider Meiers Schuss geblockt wird
  • Geniale Ballmitnahme von Matmour in der 22.

Den (Noch-Nicht-)Nationalspieler Jung habe ich in der Vergangenheit oft für seinen fehlenden Zug zum Tor kritisiert. Das ist jetzt nachhaltig besser, leider will er im Moment meistens zuviel und zieht beispielsweise ab, wenn ein Pass besser wäre.

Als ich schon dachte, man könnte auch sagen, es wäre eine weitestgehend unaufgeregte erste Hälfte, da fällt aus dem Nichts ein ausgezeichnetes 2-0 durch einen herausragenden Pass und eines super Sprint von Aigner.

Kurz darauf eine ähnliche Situation, Matmour versemmelt den genialen Pass von Inui aber leider – den kann man aber mal machen…gilt auch für die 42. Er ist nun wirklich kein Goalgetter.

Nach dem 2-0 spielt die Eintracht sehr selbstbewusst auf, geht früh auf den Gegner drauf und läßt diesen viel arbeiten. Trotzdem ist immer ein Bock drin: 38. Anderson drescht den Ball ohne Grund zum Gegner. Und ohne Gegentreffer geht es nicht. Oczipka mit dem Bock beim Eckball und Trapp ist ohne Chance.

Das Spiel beginnt wieder flott, leider verpasst Oczipka den Zeitpunkt des Abspiel. Durch einen genialen Spielzug dann das 3-1:

Meier mit seinem 8. Saisontreffer und Aigner mit der 8. Torvorlage. Drei Tore – ohne Stürmer (trotz 3 guten Chancen für Matmour) – das ist schon sehr bemerkenswert.

Augsburg ist weitestgehend aber auch ein dankbarer Gegner zum notwendigen Zeitpunkt. Ohne große Gegenwehr ab der 60. ist das Spiel eigentlich gelaufen. Nein.

Aus dem Nichts fällt das 2-3: wo kam das her?!? Wie immer, wenn die Mannschaft so euphorisiert aufspielt, geht die Balance flöten. Und gegen einen toten Gegner noch einmal in Schwierigkeiten kommen, ist einfach Käse.

Ein Elfmeter, den ich nicht gegeben hätte

Aus dem Nichts pfeift der Schiedsrichter Elfmeter für die Eintracht. Ein Elfmeter, den ich offen gesagt nicht gegeben hätte. Wo sollte der Augsburger seinen Arm im Fallen hin machen? Nichtsdestotrotz, Meier macht sein zweites Tor, mit einem einfach geil geschossenem Elfmeter (dort, wo er übrigens immer hin schießt). Spätestens hier war der Drops gelutscht. Unter besonderer Beobachtung stand sicher Sebi Jung, den ich nicht so gut fand (einige Fehler, zuviele Fehlpässe, bei Flanken meistens hängen geblieben).

Untern Strich steht ein wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten und den eventuell vorherrschenden Abwärtstrend.

Marco Russ? Nein Danke.

Der in Hanau geborene Marco Russ sitzt aktuell in Wolfsburg regelmäßig auf der Tribüne. Das passt ihm irgendwie wohl nicht (mehr), daher lanciert sein Berater den ein oder anderen “Liebesappell” an Marco’s Eintracht.

So wissen wir nun, dass er sein Haus in Aschaffenburg nie aufgegeben hat, immer gerne in der Gegend ist und es toll findet, wie sich die Eintracht entwickelt hat. Ach und eigentlich hätte es im Sommer ja schon geklappt, wenn’s nur nach dem Spieler gegangen wäre.

Marco Russ? Nein Danke!

Soso.

Ich kann für mich nur sagen “Marco Russ? Nein Danke!”. Denn genau diese Art von Spielern werden den ‘Frieden’ und die Werte der aktuellen Mannschaft wieder kaputt machen. Ein Spieler, der im Nachhinein gegen den Übungsleiter Skibbe (so peinlich und schlecht er im Nachhinein auch gewesen sein mag) nachtritt, in den relevanten Momenten aber keinen Arsch in der Hose hatte um den Mund aufzumachen. Ein Spieler, dem es (zugegebenermaßen auf persönlicher Ebene vielleicht sogar verständlich) immer nur darum ging seine Schäfchen ins trockene zu bringen und der keinen Charakter gezeigt hat (bevor Fragen aufkommen, Gegenbeispiele hierzu sind für mich Schwegler und Meier, die hatte nach dem Abstieg sicher auch adäquate Angebote vorliegen).

Nein, auf so einen Spieler, der jetzt nicht die Moral hat sich in seinem Team durchzusetzen, auf so einen Spieler möchte ich als Fan gerne verzichten.

So soll der Verein die Lücke in der Innenverteidigung doch gerne mit jemand anderem stopfen, aber nicht mit Marco Russ.

Pleite in München, aber ordentliche Leistung

Unglückliche Pleite in München, die Arroganz Arena bleibt uneinnehmbares Terrain.

Die Eintracht beginnt in der fast erwarteten (überraschenden) Aufstellung mit Matmour als falschem Neuner, spanischer Ansatz sozusagen. Dazu bietet der Übungsleiter wieder Demidov als Innenverteidiger auf. Der “blaue” Münchner Aigner steht alsbald nach Anpfiff im Mittelpunkt, da er mit einem beherztem Einsteigen gegen Lahm diesem zeigt, wo der Frosch die Locken hat.

In den ersten Minuten spielen jedoch nur die Bayern, wobei die Eintracht aber versucht die berühmten “Nadelspitzen” zu setzen, was zuweilen auch ganz gut funktioniert:

  • In der 17 min. nach einem schönen Spielzug über Rode, Ozcipka und einem Kopfball von Aigner.
  • In der 24 min. durch eine gute Chance von Rode.
  • Die Riesen Chance in der 34 min. durch Meier, nach perfekter Flanke von Oczipka.

Ab der 20 min. hat die Eintracht sogar Oberwasser, was auch für den Torhüter gilt. Trapp hält mit einer genialen Aktion (Fussabwehr) gegen Ribery in der 25. die Null. Die Eintracht zeigt eine gute Spielanlage, leider fehlt augenfällig aber der Stürmer in der Mitte, oder der Mittelfeldspieler, der diesen ersetzt und nachdrängt. Überraschend gut gefällt mir übrigens die Vierer-Kette, die immer wieder sehr gut die Abseitsfalle bei den diagonalen Pässen der Bayern auf deren Außen einsetzt – bis auf einmal:
Nach einer eigenen Ecke kommt die Mannschaft nicht schnell genug zurück und die Abseitsfalle klappt halt einmal nicht, zack trifft Ribery…leider direkt vor der Pause.

Riesenpech hat die Mannschaft nach Wiederanpfiff mit dem Lattentreffer durch Anderson. Diese zeigt zudem, dass alle großen Chancen nach Kopfballsituationen entstanden sind. Hierzu passte grundsätzlich der Wechsel in der 57: Occean für Aigner, dadurch Matmour auf Rechts und im Idealfall mehr Präsenz in der Mitte. Ich persönlich hätte lieber Inui draußen gesehen, er gefiel mir wieder nicht so gut, besonders schlimm war seine dumme Schwalbe, die in einer gelben Karte mündete.

Ansonsten geht in der zweiten Hälfte nicht viel zusammen: Spiel auf ein Tor, Powerplay der Bayern und nur eine Frage der Zeit, wann das nächste Tor fällt. Bayern bringen durch Müller eindeutig Belebung ins Spiel, die Eintracht kann kaum noch dagegenhalten und hat mit Occean (leider) einen Bremsklotz im Team, bezeichnend, die erste Ballberührung war ein unabsichtliches Handspiel.

Der Mannschaft an sich fehlte es an Kaltschnäuzigkeit, wie Inui in der 69. da wird dann die letzte Aktion zu fahrig abgeschlossen (kein Pass in die Mitte)

Ein unverschämter Elfmeter beendet dann de-faco das Spiel. So einen Elfmeter darf es niemals geben. Schweinsteiger kniet nieder und bekommt einen Pfiff…

Die Woche über ärgerten sich die Eintracht Fans, dass Rode nicht durch den Bundestrainer berufen wurde. Wenn schon nicht Rode berufen wird, dann könnte auch Trapp mal in Richtung Nationalelf rücken. Nach Neuer, Adler ist er im Moment der beste Keeper Deutschlands und liefert mal wieder eine überragenden Leistung ab.

Die erwartete Pleite fiel besser aus als erwartet

Die Eintracht liefert ein gutes Spiel, verliert jedoch unglücklich. Sie läßt sich aber nicht abschießen und ärgert die Bayern, die sicherlich im Schongang spielen wollten.

Entscheidend wird wieder nächste Woche gehen Augsburg werden.

Im Eintracht Trikot hat man keine Chance auf die N11

Heute hat der nationale Übungsleiter Joachim “Jogi” Löw die Liste der nominierten Spieler für das Freundschaftsspiel nächste Woche gegen die Niederlande präsentiert:

Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Rene Adler (Hamburger SV)

Abwehr: Jerome Boateng (Bayern München), Benedikt Höwedes (Schalke 04), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Philipp Lahm (Bayern München), Per Mertesacker (FC Arsenal), Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund), Heiko Westermann (Hamburger SV)

Mittelfeld: Lars Bender (Bayer Leverkusen), Julian Draxler (Schalke 04), Mario Götze, Ilkay Gündogan (beide Borussia Dortmund), Toni Kroos, Thomas Müller (beide Bayern München), Roman Neustädter (Schalke 04), Mesut Özil (Real Madrid), Marco Reus (Borussia Dortmund), Andre Schürrle (Bayer Leverkusen), Bastian Schweinsteiger (Bayern München)

Angriff: Miroslav Klose (Lazio Rom), Lukas Podolski (FC Arsenal)

Der geneigte Leser wird feststellen, dass der in den letzten Wochen überaus stark aufspielende und in den Medien sehr präsente Sebastian Rode fehlt. An seiner Statt findet man positionsgerecht eine andere Überraschung, den Schalker Roman Neustädter. Das ist durchaus erstaunlich, spielt Neustädter sicher keine schlechte Saison, jedoch wird Rode (auch ohne Eintracht Brille) allenthalben besser bewertet.

Jetzt kann man sich als Eintracht Fan (seit 1998 Bernd Schneider) fragen, warum Spieler mit dem rot-schwarzen Adler auf der Brust nicht die Chance bekommen den Bundesadler zu tragen? Das wird wohl nur Herr Löw bzw. sein Team beantworten können. Eine Nominierung hätte Rode allemal verdient gehabt. Alternativ hätte er ja auch einen Özil in Madrid belassen können (es ist nur ein Freundschaftsspiel!).

Meine Meinung dazu ist ja von jeher eindeutig: Ohne Hesse kein Titel – es ist nicht von ungefähr, dass die N11 keine Titel mehr holt ;)

Samsung als neuer, alter Trikotsponsor?

Die Firma Samsung will sich ein neues Branding bzw. Markenimage verpassen. Das ist anscheinend notwendig, nachdem die Firma Apple vor Gericht durchbekommen hat, dass die Firma Samsung doof ist. So ein neues Markenimage ist eine aufwendige Sache und sollte unbedingt mit entsprechenden Kampagnen begleitet werden. Da die Firma Samsung ihren Deutschlandsitz in Schwalbach hat (unweit des schönen Frankfurt am Main), würde es sich doch anbieten, dass ein paar Eintracht Verantwortliche mal da hin fahren und mit den Herren von Samsung reden.

Samsung Trikots

Das wäre wahrscheinlich für alle Beteiligten eine “Win Win Situation”. Samsung kann für einen relativ kleinen Betrag einen Bundesligisten als Werbefläche nutzen. Die Eintracht bekommt nach Krombacher einen potenten und solventen Premium-Partner an die Hand. Und es ist für beide Parteien “zurück zu den Wurzeln”, war doch Samsung bereits in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern auf der Brust der Eintracht zu sehen.

OK, beim Trikotdesign darf man hoffen, dass Jako ein wenig schöner arbeitet…

Bildquelle: Eintracht Archiv

Unentschieden im schwächsten Spiel gegen Fürth

Unentschieden gegen Fürth, zuhause und das mit reichlich Glück. Das ist fast das schlimmste Intro, dass man hätte finden können. Letzte Woche haben sie nach einem schwachen Spiel verloren, diesmal haben sie katastrophal gespielt und gegen den vielleicht schwächsten Gegner der Bundesliga gerade so ein Unentschieden erreicht

Das Spiel begann so flott, dass ich den Führungstreffer fast verpasst hatte. Klasse Anfang und die beste Szene des Spiels. Danach ging eigentlich nichts mehr.
Fürth kämpft sich irgendwie in dieses Spiel, auf das die Eintracht nie mehr einen Zugriff bekommt. Fehlpass reihte sich an Fehlpass. Die Ballannahme fiel im Laufe des Spiels anscheinend immer schwerer, so dass ein gelungener Spielzug zur Glückssache wurde.
Nein, das war vielleicht die schlechteste und schwächste Saisonleistung. Man hatte den Eindruck, dass einige nach der sehr frühen Führung mit 80% weiter spielen wollten, nur leider reichen 80% der Eintracht anscheinend nicht gegen Fürth.
Zudem sind einige Spieler brutal im Leistungstief: Occean, Inui, Aigner spielten katastrophal. Mit zunehmender Spieldauer wirkten auch Oczipka, Jung und (obligatorisch) auch die Innenverteidigung immer unsicherer. Und sogar der sonst so ballsichere Schwegler bekam kaum noch einen Ball an den Mitspieler.

Der Trend sieht aktuell nicht mehr gut aus. Die Spielfreude und Spielstärke ist hin. So wichtig es ist an der eigenen (offensiven) Spielphilosophie festzuhalten, so notwendig ist es die Mannschaft jetzt kritisch nachzujustieren. Einige Spieler benötigen dringend eine Spielpause, wieder andere müssen sich schnell wieder finden.
Klappt das nicht, so droht der Schwung der ersten Erfolge abzufallen und sich umzudrehen. Denn zu sehr sah die Körpersprache zum Ende hin negativ und fast frei von jedem Selbstbewusstsein aus.
Nächste Woche geht es zudem nach München. Die werden motiviert sein ein Zeichen gegen den Tabellendritten zu setzen. Und mit einer torreichen Niederlage haben wir dann den Salat.

Pleite in Stuttgart

Zweite Niederlage, da ist sie. Im Vorfeld hatte ich mir ja eine ruhigere Spielanlage gewünscht. Doch statt dessen bekamen wir alle eine Leistung wie gegen Gladbach.

Das Spiel begann gleich mit einer Hiobsbotschaft: Schwegler hat sich beim Warmmachen offenbar verletzt und fällt aus. Für ihn springt Lang ein. Im nahezu ausverkauften Cannstädter Stadion (anscheinend zieht der Tabellenzweite nun auch im Ländle) hatte Stuttgart bis zum Spiel noch keinen Heimsieg geholt. Und kaum ist das Spiel im Gange, liegt die Eintracht (natürlich) zurück, weil

  • mal wieder trotz Überzahl das Gegentor nicht verhindert wurde
  • mehrere Möglichkeiten den Ball entscheidend zu klären ungenutzt blieben und
  • die Innenverteidigung unsortiert ist

In der Folge geht leider wenig zusammen und auch eine schnelle Antwort kann diese Eintracht heute nicht geben. Die ersten 15 min gehen komplett an Stuttgart. Wie gegen Gladbach wirkt die Mannschaft auf mich nicht wach, nicht präsent. Exemplarisch sei die 28 min erwähnt, als Lanig mal eben den Ball vor der Abwehr abgenommen bekommt und weder er noch einer seiner Kollegen zeitnah reagiert.
Zudem hatte Inui zu viele einfache Ballverlusten und verteidigte danach einfach nur schlecht, weil er zu langsam zurück kommt und oftmals zu hektisch agiert.

Eben jener Inui darf in der Halbzeit unter die Dusche und für ihn steigt ein agilerer Matmour in den Ring. Ungeachtet der Halbzeitansprache geht es direkt nach Wiederanpfiff weiter wie gehabt, die Eintracht wird überrannt und um ein Haar steht es 0-2. Stuttgart schiesst zum Glück aber nur an den Pfosten.

Je länger sich das Spiel zieht, fällt auf, dass von Occean zu wenig kommt. Er spielt zu wenig mit und bewegt sich oftmals falsch. Auch wirkt er auf mich wie die Marco-Russ-Gedächtnis-Figur, also nicht 100% austrainiert. Auch bei Standards setzt er sich zu wenig durch und bindet kaum Gegenspieler.
Man merkt (leider), dass wenn bestimmte Spieler ausfallen (Schwegler), wir diese nicht ersetzen können. Denn Lanig ist einfach kein Stratege. Dadurch fällt auch Rode ab und wirkt wie ein reiner Arbeiter.

Alex Meier Fussballgott
Das Spiel wäre kompletter Käse, wenn da nicht der Fussballgott wäre. Aus dem Nichts schießt der “der Lange” den Ausgleich. Spielerisch ging fast nichts, aber eine Genialität des 14ers gleicht halt aus. Trotz des Treffers bleibt das Spiel aber leider pomadig. Ich vermisste die “Jetzt-erst-Recht-Haltung”.

Leider genauso aus dem Nichts fällt das 1-2. In der Mitte stört keiner Ibisevic und der nickt ein.

Zum Ende hin gab es dann leider noch Pech beim eigentlichen 2-2, Occean steht bei einer Großchance eben nicht im Abseits (Danke Herr Gagelmann!) und der letzte Kopfball von Matmour wird gerade so von der Linie gekratzt. Ende Gelände.

Das ist natürlich alles jammern auf hohem Niveau, klar. Dennoch sollte man die Mannschaft an den Leistungen messen, die sie bereits in der Saison erbracht hat. Und verglichen mit den sehr guten Spielen war dieses für mich sehr mau. Nicht schlecht, aber einfach mau. Zu viele Spieler blieben unter ihren Möglichkeiten. Zu sehr hat ein limitierter und nicht zwingend sattelfester VfB uns den Schneid abgekauft. Das ärgert mich, ungeachtet der dennoch weiterhin tollen Platzierung.

Die Causa Rode beginnt zu nerven

Gestern noch im neuesten Podcast ausführlich thematisiert, heute schon nervt die Causa Rode ungemein.

Ja, der Berater will seinen Mandanten und sich positionieren. Gegessen. Aber der aktuelle Medienschmarn nervt schon. Heute heißt es, dass der Sportsfreund Rode schon als Kind in BVB Bettwäsche schlief. Natürlich folgen die diversen Ansprüche an internationale Spiele, der Nationalelf, usw.

Um es ganz klar auf den Punkt zu bringen, ich finde Sebastian Rode spielt natürlich eine starke Saison und ist eine unserer Perlen. Nichtsdestotrotz sollte sich der junge Spieler und seine diversen Berater/Vermarkter Gedanken machen, wie schnell sich so das Blatt wenden kann. Irgendwann ist es  vielleicht zu viel des Guten. Irgendwann erzeugt das ständige Rumgeeiere und Kokettieren mit anderen Vereinen Frust und verbrannte Erde, die dann kein Treuebekenntnis mehr kitten kann.

Daher, bitte den Ball flach halten und nicht den Ochs machen.